Die Stiftung.

Geschichte

Kunst bewahren, Zukunft gestalten

Die Privatstiftung Schloßmuseum Murnau (PSM) wurde Ende 2007 von Privatpersonen gegründet, um das Schloßmuseum Murnau finanziell zu unterstützen.

Erfolgreicher Auftakt war noch im Dezember 2007 der Erwerb eines bedeutenden Werks von Gabriele Münter, nämlich des Porträts des Dramatikers Ödön von Horváth.

Die Stiftung hat sich seit ihrer Gründung hervorragend entwickelt. Sie hat kontinuierlich wertvolle Kunstwerke erworben und dem Museum als Leihgaben zur Verfügung gestellt. Diese Erwerbungen tragen maßgeblich zur Bereicherung der Museumssammlung bei und fördern das kulturelle Erbe Murnaus.

Erwerbungen

Kulturelles Erbe und moderne Impulse

Die Privatstiftung Schloßmuseum Murnau (PSM) engagiert sich seit ihrer Gründung im Jahr 2007 hauptsächlich für den Erwerb bedeutender Kunstwerke. Sie sieht es als ihre besondere Aufgabe an, die bestehende Sammlung gezielt zu erweitern und zu bereichern.
Der Fokus liegt auf Murnau und der Region: auf Werken aus dem Kreis des „Blauen Reiters“, insbesondere von Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Franz und Maria Marc, August Macke, Alexander Kanoldt und Marianne von Werefkin.

Mit diesem Themenbereich ist ein weiterer Sammlungsschwerpunkt verbunden:
Die Hinterglasmalerei, eine Kunstform mit langer Tradition in Murnau und der Region, die im frühen 20. Jahrhundert von den Malern des „Blauen Reiter“ wiederentdeckt wurde.
Die PSM erweitert die Sammlung kontinuierlich durch Hinterglaswerke dieses Künstlerkreises sowie durch hochrangige Arbeiten weiterer Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Sammlung Kerschbaumer war eine weitere wertvolle Zuwendung von Schattenrissen hinter Glas aus dem 18.und 19. Jahrhundert.

Die PSM beteiligt sich darüber hinaus auch an der Finanzierung von Sonderausstellungen des Schloßmuseums, die diese Themenbereiche erforschen.

Auch mit historischen schriftlichen und bildlichen Dokumenten, die für die historische und kunsthistorische Forschung in Murnau von Bedeutung sind, trägt die PSM zur Unterstützung des Schloßmuseums bei.

Die PSM fördert auch Veröffentlichungen und Kataloge des Schloßmuseums. Sie wurden durch die finanzielle Unterstützung der PSM, der Dr. Kai und Rosemarie Werner-Stiftung und der Sonja Besch-Stiftung ermöglicht.

Gemeinsam Kunst lebendig halten

Werden Sie Teil unserer Gemeinschaft, die Kunst und Kultur nicht nur schätzt, sondern aktiv gestaltet.

Mit Ihrer Mitgliedschaft oder Spende tragen Sie dazu bei, das Schloßmuseum lebendig zu halten und die Sammlung um bedeutende Kunstwerke zu erweitern.

Weitere Stiftungen

Private Stifter und Förderer

Neben eigenen Erwerbungen, bedeutenden Schenkungen und Nachlässen nahm die Privatstiftung auch unselbstständige Stiftungen auf:

Die Stiftung des Ehepaares Werner, das der PSM seit vielen Jahren verbunden ist, auch die Sonja Besch-Stiftung mit dem Nachlass der Malerin Sonja Besch (1924-2008), die viele Jahre in Murnau lebte und arbeitete.

Im Jahr 2010 konnte die Stiftung ein Konvolut aus über 260 historischen Fotografien aus dem Nachlass Marianne von Werefkins erwerben – Dokumente, die für Reproduktionen und Forschung zur Verfügung stehen.

Biographische Fotos aus dem Leben von Marianne von Werefkin

Die PSM konnte 2010 aus Privatbesitz zusätzlich ein umfangreiches Konvolut von mehr als 260 biographischen Fotos aus dem Leben der Malerin Marianne von Werefkin von Anfang der 1860er Jahre bis zu ihrem Tod 1938 erwerben.

Es handelt sich um Aufnahmen, die sie, ihre Familie, Freunde und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens während ihrer Zeit in Russland zeigen, um weitere Fotos aus den gemeinsamen Jahren mit Alexej Jawlensky in München, wo sie mit Wassily Kandinsky und anderen Künstlern der „Neuen Künstlervereinigung München“ und des „Blauen Reiter“ zusammenarbeitete, sowie Bilder aus ihrem nachfolgenden Leben in Ascona.

Dieser Fotobestand bietet das umfangreichste erhaltene Bildmaterial zum Leben dieser Künstlerin. Es wird von der PSM für Reproduktionen und weitere Forschung gegen eine Nutzungsgebühr zur Verfügung gestellt.

Dr. Kai und Rosemarie Werner-Stiftung

Das der PSM von Anfang an verbundene Ehepaar Dr. Werner gründete zur Bündelung seines namhaften Engagements die Dr. Kai und Rosemarie Werner-Stiftung, die als unselbständige Stiftung der PSM angegliedert wurde.

Die Dr. Kai und Rosemarie Werner-Stiftung erwarb 2010 das Gemälde „Stilleben mit drei Äpfeln“ von Adolf Erbslöh, der seit Beginn Mitglied der „Neuen Künstlervereinigung München“ war, und stellte es dem Schloßmuseum Murnau als Leihgabe zur Verfügung. 2013 folgte die Schenkung von Adolf Erbslöhs Farblithographie „Häuser und Bäume gegenüber dem Gohren-Schlösschen in München-Schwabing“ aus dem Jahr 1923.

2020 erhielt die Dr. Kai und Rosemarie Werner-Stiftung als Zustiftung ein weiteres Gemälde von Adolf Erbslöh, die Ansicht „Blick auf die Stadt“ aus dem Jahr 1909. Mit seiner flächig vereinfachten starkfarbigen Gestaltung ist es ein frühes Zeugnis der Aufbruchphase der „Neuen Künstlervereinigung München“.

Nachlass einer Murnauer Künstlerin

Sonja Besch-Stiftung

Im Juni 2010 wurde eine weitere Stiftung gegründet. Sie umfasst den künstlerischen Nachlass der Malerin Sonja Besch. Sie wurde ebenfalls als unselbständige Stiftung der PSM angegliedert.

Die aus Hamburg stammende Sonja Besch lebte über Jahrzehnte – bis zu ihrem Tod 2008 – in Murnau. Sie schuf hier und in ihrem Münchner Atelier ein künstlerisches Werk im Stil des „magischen Realismus“ der 2. Hälfte des 20. Jahrhundert.

2013 erschien eine Veröffentlichung zu Leben und Werk der Malerin, die im Schloßmuseum Murnau oder über den Buchhandel erworben werden kann.

Im Februar/März 2014 konnte das Werk von Sonja Besch in der Ausstellung „Phantastischer Realismus“ in der Galerie Wimmer, München, gewürdigt werden.

Wissenschaftliche Arbeit

Veröffentlichungen

Brigitte Salmen: Zeitbilder.
Murnauer Häuser vor 100 Jahren / Heute, Murnau 2008

2008 präsentierte das Schloßmuseum Murnau eine Jubiläumsausstellung zum 100. Jahr des bedeutenden Murnauer Studienaufenthalts Kandinskys, Münters, Jawlenskys und Werefkins. Zu diesem besonderen Anlass konnte die PSM einen begleitenden Fotoband mit dem Titel „Zeitbilder. Murnauer Häuser vor 100 Jahren / Heute“ herausgeben.

Mit historischen Aufnahmen wird darin der Ortskern Murnaus zur Zeit der Maler des „Blauen Reiter“ lebendig und aktuellen Fotos des heutigen Aussehens gegenübergestellt.

Mit diesen „Zeitbildern“ ist ein für Murnau aufschlussreiches Kompendium für bauliche und kulturhistorische Betrachtungen entstanden, das mit Hilfe zahlreicher Fotos aus dem Bestand des Schloßmuseums Murnau, aus Privatbesitz und auch mit Fotos, die Gabriele Münter um 1909 aufnahm, entstehen konnte.

Das Buch kann im Schloßmuseum Murnau erworben werden.

Brigitte Salmen: Marianne von Werefkin. Leben für die Kunst, München 2012

Marianne von Werefkin war maßgebliche Wegbereiterin der expressiven Malerei zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Wie Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Alfred Kubin, Adolf Erbslöh, Erma Bossi, Alexander Kanoldt, Franz Marc, August Macke und andere gehörte sie zur „Neuen Künstlervereinigung München“, aus der sich 1911 der Kreis des „Blauen Reiter“ entwickelte.

In ihrem Heimatland als „russischer Rembrandt“ bewundert, fand sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer neuen, expressiven Malerei. Trotz aller Höhen und Tiefen in ihrem Leben verfolgte sie konsequent ihre künstlerischen Ziele und schuf ein bedeutendes Oeuvre von beeindruckender künstlerischer Eigenart und Qualität.          

Der Band ist vergriffen, kann jedoch in einer verkürzten Ausgabe im Buchhandel und im Schloßmuseum Murnau erworben werden.

Brigitte Salmen: Sonja Besch 1924-2008. Phantastische Malerei, Murnau 2013

Sonja Besch schuf seit den 1960er Jahren ein Werk, das konsequent und schlüssig von ihrer geistigen Haltung und ihrer Vorstellungswelt geprägt ist. Sie nutzte die Bildsprache phantastischer Malerei und suchte in ihren figurativen Bildern unsichtbare Wirklichkeiten sichtbar zu machen. Über die Welt des Traums ging sie auf die Psyche des Menschen ein und ließ tiefere Wirklichkeitsebenen aufscheinen. In kritischer Einschätzung menschlichen Verhaltens und Agierens bezog sie immer wieder Stellung zu gesellschaftlichen und politischen Themen.

Ihr Werk und ihre Biographie werden in der vorliegenden Publikation erstmals ausführlich vorgestellt.

Brigitte Salmen / Felix Billeter: Adolf Erbslöh. Werkverzeichnis der Gemälde, München 2016

Der Maler Adolf Erbslöh (1882-1947) war wichtiges Mitglied der „Neuen Künstlervereinigung München“, der 1911 der „Blaue Reiter“ folgte.

Die PSM und die Dr. Kai und Rosemarie Werner-Stiftung trugen 2014 und 2015 mit erheblichen Spenden zu dieser Veröffentlichung, die den Gesamtumfang seiner Malerei umfasst, bei.

Die Publikation kann bei der PSM, dem Schloßmuseum Murnau oder über den Buchhandel erworben werden.

Brigitte Salmen: Wassily Kandinsky und Murnau, Murnau 2019

Die Veröffentlichung zeigt Kandinskys künstlerischen Weg zu expressiver, abstrakter Malerei anhand der beiden herausragenden Gebäude, dem Schloss und der Pfarrkirche St. Nikolaus auf. Es wird sichtbar, wie sehr er dem Ort verbunden seit 1908 war und hier entscheidende Impulse erhielt.

Der Band, zu dem die PSM mit einer Spende beitrug, ist im Buchhandel und im Schloßmuseum Murnau erhältlich.

Firmenmitglieder

Partner der Zukunft

Diese Unternehmen untestützen die Privatstiftung Schlossmuseum Murnau bereits mit einer Firmenmitgliedschaft.